Gerne schreibe ich hier für euch ein paar Zeilen!
Kennt ihr das Buch?
Dann bitte schreibt doch eure Meinung dazu hier als Antwort!
Ich bin schon gespannt!
Hier erst mal die Buchdaten:
Andreas Steiner / Patrick Stenger
Simple Life
Ein Jahr in der Wildnis Kanadas
Books on Demand
ISBN: 9-783837-015577
http://www.airmax.ch
Das hier steht auf dem Einband:
Yukon - von den Kanadiern auch "the last frontier" genannt. Welcher Ort würde sich noch besser eignen um ein Jahr in der Wildnis zu erleben?
Dies ist ein Einblick in die Erlebnisse während eines Jahres im "Busch“.
Zum Inhalt:
Zwei Schweizer (zur Zeit ihrer Reise 25 und 30 Jahre alt) erleben auf ihrer Kanureise im Jahr 1998 sehr viel. Sie geben zwar zu, zu den eher faulen Typen zu gehören (Paddeln? Neee... Lieber vom Fluss treiben lassen!) aber dennoch ist ihre Reise ein riesiges Abendteuer. Mit ihrem Kanu, welches sie in Whitehorse erstehen und nicht mehr das neueste ist, sind sie zuerst von Haines Junction nach Dawson, dann von Ross River nach Dawson und zuletzt von Whithorse nach Carmacks "getrieben" (insgesamt 1970 km auf dem Fluss) und das vom Mai bis August. Danach machten sie sich an die Überwinterung am Dalayee Lake.
Auf ihren Kanutouren begegnen sie vielen Elchen, manchen Bären und auch Wölfen, doch auch Squirrels, Biber und Adler werden gesichtet. Diese Tierbegegnungen werden immer sehr eindrücklich beschrieben und dies auch mit einer gewissen Prise Respekt. (Das gefiel mir persönlich sehr gut!)
Wenn die beiden auf andere Kanuten treffen, machen sie sich jeweils ziemlich schnell aus dem Staub. Sie wollen ihre Ruhe und die Natur geniessen.
Ihre Überwinterung ist ein Aufenthalt von August bis April in einem Blockhaus am Dalayee Lake.
Dieses Blockhaus gehört eigentlich einem gewissen Peter, der sie auch ab und zu besuchen kommt.
Patrick und Andreas beobachten wie der See zufriert, Eiszapfen wachsen, die Tage kürzer werden und das Nordlicht schimmert, gehen auf Tagestouren, fahren (vor allem Patrick) mit einem Skidoo, das ab und zu wegen der Kälte oder technischen Problemen streikt, jagen Vögel zur „Nahrungsergänzung“, probieren Elchsteaks und experimentieren mit ihrem Backofen, der ab -40° C einfach streikt. Beide fiebern auf Besuche in Whitehorse, Patrick weil er dort eine Frau kennengelernt hat, Andreas weil seinen Huskymischlingswelpen abholen will, von dem er über Funkradio erfahren hat.
Ihr leben im Blockhaus ist ein eher ruhiges, doch der Welpe bringt bald mal Leben in die „Bude“.
1998 war für die beiden jedenfalls ein sehr spannendes und erlebnisreiches Jahr, in dem sie viel gelernt haben – über Kanada aber auch über sich selbst.
Meine Meinung:
Alles in allem merkt man sofort, dass Andreas und Patrick nicht die ausgesottenen Outdoor-Typen sind wie z.B. Rainer Höh, aber mit ihrer würzigen Selbstironie und Humor wurde ihr Buch zu einer super Unterhaltung. Man lacht viel, schüttelt vielleicht je nach Einstellung und Ansichtsweise das ein oder andere Mal den Kopf, aber wird auf jeden Fall gut unterhalten!
Was mir gefiel waren halt einfach die Schilderungen der Natur. Die Kommentare der Autoren dazu, waren oft zum Lachen, manchmal aber auch nicht nach meinem Geschmack.
Dieses Buch ist auf alle Fälle ein guter Lesestoff für alle Kanadafans!
Ich selbst musste nur manchmal ein wenig den Kopf schütteln und stellte mir die eine oder andere Frage, aber das ist Ansichtsache!
Übrigens enthält das Buch 44 Farbfotos. Diese sind alle wunderschön, nur leider etwas klein!
Mein Fazit:
Sicherlich lesenswert!
